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    Eine Wohnung finden

    Leicht
    Katze
    © Tucker Good/Unsplash
    Von Eva Pfeiffer

    „In meinem Heimatland gibt es ein unendlichohne Ende; hier: sehrunendlich großes Angebot an Mietwohnungen. Da können sich die Mieter die richtige Wohnung aussuchen.“ So beschreibenhier: erklären: So ist etwas.beschreibt San­dra Gonzalez Gallardo den Wohnungsmarkt in Mexiko. Wie viele andere Menschen musste die Chemikerin lernen: In Deutschland – speziell in den großen Städten – ist die Situation ganz anders.

    Natürlich leer stehenhier: keinen Mieter habenstehen in manchen Regionen viele Wohnungen leer stehenhier: keinen Mieter habenleer – in Ost- mehr als in Westdeutschland. Aber in Metropolen wie München, Frankfurt, Stuttgart, Freiburg oder Hamburg bewerben sich oft Hunderte der Interessent, -enPerson: Sie interessiert sich für etwas.Interessenten auf eine Wohnung. Deshalb hilft es, bei der Suche ein paar Tricks zu kennen.

    Um interessante Angebote zu finden, sind Online-Portale populär, zum Beispiel www.immoscout24.de, www.immowelt.de oder auch www.wg-gesucht.de. Dort kann man auch eine eigene Suchanzeige posten (engl.)im Internet publizierenposten. Außerdem gibt es auf Facebook Gruppen zu dem Thema. Und in manchen Städten kann man sich bei Newslettern mit aktuellen Angeboten anmelden. Informationen über freie Wohnungen bekommt man außerdem direkt bei den die Hausverwaltung, -en≈ Firma: Sie kümmert sich um die Ordnung in einem großen Haus.Hausverwaltungen. Die Adressen der Verwaltungen finden sich oft auf den Websites der Städte.

    Eine weitere Option ist die Suche in Zeitungen. Speziell ältere Vermieter inseriereneine Anzeige publiziereninserieren ihre Wohnungen nämlich oft nicht im Internet. Interessant sind dafür nicht nur Tageszeitungen, sondern auch das Anzeigenblatt, die AnzeigeblätterZeitung: Sie hat fast nur Anzeigen.Anzeigenblätter.

    Es kann auch helfen, eine eigene Suchanzeige in so einer Zeitung zu schaltenhier: publizierenschalten. Der Text darin solltehier: man empfiehlt, dass …sollte nicht zu lang sein, aber die wichtigsten Informationen enthalten – wie zum Beispiel: Beruf, Alter, Familienstand, den bevorzugthier: was man am liebsten möchtebevorzugten Stadtteil zum Wohnen, die Größe der Wohnung, die mögliche die Warmmiete, -nMiete inklusive Nebenkosten (die Nebenkosten Pl.: Geld: Ein Mieter muss es außer der Miete auch bezahlen - z. B. für Heizung, Strom, Wasser)Warmmiete und ab wann man einziehen möchte.

     

    Was heißt was?

    3ZKB in München-Haidhausen, 80 qm, der Altbau, -ten≈ historisches HausAltbau 1919, EBK, EG, TG-Stellplatz, keine WG, NR, 1700 Euro zzgl. NK, 3 MM die Kaution, -enGeldsumme: Man zahlt sie, wenn man eine Wohnung mietet. Wenn nichts kaputtgegangen ist, bekommt man das Geld zurück, wenn man auszieht.Kaution

    Alles klar? Nein? Dann finden Sie hier die wichtigsten Kurzformen in Wohnungsanzeigen:

    EBK: die Einbauküche, -nKücheneinrichtung: Sie passt genau zusammen und wird stabil in den Raum gestellt.Einbauküche
    EG: Erdgeschoss
    MM: Monatsmiete
    NR: Nichtraucher
    qm: Quadratmeter (m2)
    TG: Tiefgarage
    WG: die Wohngemeinschaft, -enGruppe von Personen: Sie wohnen zusammen.Wohngemeinschaft
    zzgl. NK: zuzüglich Nebenkosten, das bedeutet: Nebenkosten kommen noch dazu
    3 ZKB: drei Zimmer, Küche und Bad

     

    Hat man eine oder mehrere interessante Wohnungen gefunden, ist eine E-Mail oft die beste Möglichkeit, um einen Termin für die Besichtigung zu vereinbaren. Der Text sollte freundlich und seriös sein und die wichtigsten persönlichen Daten enthaltenzum Inhalt habenenthalten.

    sich vorbereiten aufhier: wichtige Dinge vorher machen fürAuf die Besichtigung sollte man sich vorbereiten aufhier: wichtige Dinge vorher machen fürsich dann gut sich vorbereiten aufhier: wichtige Dinge vorher machen fürvorbereiten und die wichtigsten Dokumente mitbringen. Vor dem Termin kann man den Vermieter oder den der Makler, -hier: Person: Sie hilft Menschen. Diese haben Wohnungen oder Häuser und wollen sie vermieten.Makler fragen, welche Unterlagen man mitbringen soll. Oder man bereitet eine die Mappe, -n≈ Tasche aus Plastik für DokumenteMappe vor mit Dokumenten wie:

    • ein ausgefülltes Selbstauskunfts-Formular (gibt es bei vielen Onlineportalen zum Download)
    • eine Kopie des Reisepasses oder Personalausweises
    • der Nachweis, -ehier: offizielles Dokument: Es zeigt, wieviel ein Angestellter verdient.Nachweise über die letzten drei Monatsgehälter
    • eine Kopie des Arbeitsvertrags
    • eine Schufa-Auskunft – das bedeutet: ein Dokument von der Schufa Holding über die eigene die Bonität≈ sichere finanzielle Situation, sodass man bei einer Bank einen Kredit bekommtBonität. Das gibt es online von verschiedenen Anbietern.

    Fast niemand gibt diese Informationen gern einem unbekannten Vermieter oder Makler. Das Problem ist nur: Wenn man es nicht tut, ist man als Bewerber in komplizierten Wohnungsmärkten schnell aus dem Rennen seinin einem Wettbewerb verlieren (der Wettbewerb, -e: hier: ≈ Situation: Man hat viele Mitbewerber.)aus dem Rennen. Man muss es also nicht gut finden, noch vor der Vertragsabschluss, die VertragsabschlüsseUnterschreiben von einem VertragVertragsabschluss diese Daten zu liefern. Trotzdem muss man es leider meistens mitmachen.

    Manche Interessenten tun auch noch mehr: Sie stellen sich dem Vermieter in einem Brief mit Foto vor. Andere bringen einen Brief von ihrem letzten Vermieter mit. So wollen sie zeigen, dass sie keine die Mietschuld, -enGeld: Man muss es dem Vermieter noch zahlen.Mietschulden haben. Oder sie aufhängenhier: ≈ hängenhängen Zettel in Straßen oder Geschäften aufhängenhier: ≈ hängenauf – auch wenn das in vielen Orten verboten ist.

    Die Suche nach einer Wohnung ist ein Wettbewerb mit inoffiziellen Regeln. So erzählt die Italienerin Ludovica Pizzichini: „Ich habe in Heidelberg fast zwei Monate lang nach meiner ersten Wohnung dort gesucht und hatte wirklich große Probleme, weil ich diese Casting-Methode nicht gekannt habe.“

    Natürlich kann man Glück haben und schnell eine Wohnung finden. Aber die Suche kann auch viel länger als zwei Monate dauern. Bei Gonzalez Gallardo waren es in Karlsruhe acht Monate. In Situationen wie dieser sollte man keine Panik bekommen – und auf keinen Fall aus Verzweiflungweil man sehr unglücklich istaus Verzweiflung eine viel zu teure Wohnung nehmen oder einen komischen Mietvertrag unterschreiben.

    Auch bei extrem guten Angeboten sollte man aufpassen. Denn natürlich gibt es auch unseriöse Vermieter und professionelle der Betrüger, -KriminellerBetrüger, besonders in Metropolen mit sehr hohen Mieten.

    Gonzalez Gallardo hat bei der Suche eine smarte Option gewählt: die Zwischenmiete. Manche Mieter gehen für ein paar Monate oder Jahre zum Arbeiten ins Ausland oder auf eine Reise, wollen ihre Wohnung aber behalten. Sie suchen dann einen Zwischenmieter. „Als Zwischenlösung empfehle ich das sehr“, sagt die Chemikerin. „Auch eine Ferienwohnung kann eine gute die Möglichkeit, -enhier: Sache: Man kann sie machen; OptionMöglichkeit sein.“

    Und dann gibt es noch einen banalen, aber sehr effektiven Tipp: Freunde, Bekannte und Kollegen fragen. So hat Pizzichini ihre aktuelle Wohnung in Heidelberg gefunden: „Ich habe online und in Zeitungen gesucht, aber dann ist eine Bekannte von mir aus ihrer Wohnung ausziehenhier: <=> einziehenausgezogen und hat sie mir angeboten. Ich hatte dann ein Treffen mit ihrem Vermieter, und er hat mich als Mieterin akzeptiert“, erzählt die Angestellte einer Sprachschule. „Dort wohne ich bis heute und bin sehr zufrieden.“