„der“, „die“ oder „das“?

    Leicht
    Kärtchen mit der Aufschrift: der, die, das

    „Der, die, das. Wer, wie, was?“ So beginnt in der deutschen Version das das Titellied, -erhier: Lied: Es gibt der Sendung ihren Namen.Titellied aus der Sesamstraße. Es beschreibt genau, wie sich viele Deutschlerner fühlen: Der, die, das? Wer soll das verstehen? Wie kann ich das lernen?

    Wann heißt es „der“, wann „die“, wann „das“? Bei den meisten Wörtern muss man das Genus einfach lernen. Aber es gibt ein paar die Regel, -nhier: ≈ Norm: Sie sagt, was richtig und was falsch ist.Regeln.

    Klicken Sie auf „Erklärungen zum Genus im Deutschen", um die Regeln zu lesen. Wenn Sie sich in der Grammatik schon sicher fühlen, können Sie natürlich auch sofort die Übungen machen (oder vorher noch das Lied aus der „Sesamstraße" hören).

     

     

    Natürliches und grammatisches Genus

    Das grammatische Geschlecht oder Genus eines Wortes kann anders sein als das natürliche Geschlecht der bezeichneten Person:

    • das Mädchen (auch wenn das natürliche Geschlecht feminin ist)
    • das Männchen (auch wenn das natürliche Geschlecht maskulin ist)

    Bei Personenbezeichnungen, bei denen das natürliche Geschlecht unwichtig oder unbekannt ist, kann das Genus ganz unterschiedlich sein:

    • die Person
    • das Kind
    • der Mensch
    • das Baby
    • das Mitglied
    • das Model

    Tipp: Lernen Sie den Artikel zu jedem Nomen!

    Regeln: Suffixe

    Maskulin

    Nomen mit den Suffixen -en, -ling, -ich und -ig sind meistens maskulin:

    • der Garten, der Wagen
    • der Frühling
    • der Teppich
    • der Essig

    Feminin

    Endet ein Nomen auf -heit, -keit, -ung, -schaft, -ei, -in (auf der Basis maskuliner Nomen) oder -ion, ist es immer feminin:

    • die Gesundheit, die Krankheit
    • die Höflichkeit, die Freundlichkeit
    • die Zeitung, die Einladung
    • die Freundschaft, die Landschaft
    • die Bäckerei, die Polizei
    • die Lehrerin (von: der Lehrer),
    • die Kollegin (von: der Kollege)
    • die Information, die Rezeption

    Neutral

    Nomen mit den Endungen -(t)um, -ment und den Diminutiv-Endungen -chen und -lein sind meistens neutral. Auch nominalisierte Verben haben den Artikel „das“:

    • das Album, das Datum, das Eigentum … (aber: der Reichtum, der Irrtum)
    • das Apartment, das Medikament …  (aber: der Moment)
    • das Mädchen, das Häuschen
    • das Männlein, das Büchlein
    • das Rauchen, das Schwimmen

    Tipp: Auch Nomen mit dem Präfix Ge- sind meistens neutral

    • das Gebirge
    • das Geschäft

    Semantische Regeln

    Maskulin

    • Tageszeiten, Wochentage, Monate und Jahreszeiten: der Morgen, der Dienstag, der November, der Herbst … (aber: die Nacht)
    • Himmelsrichtungen: der Norden, der Süden …
    • Wetter: der Wind, der Regen … (aber: die Sonne, die Wolke)
    • Alkohol: der Wein, der Rum … (aber: das Bier)
    • Automarken: der BMW, der Golf, der Mercedes … (aber: die Ente)

    Feminin

    • Schiffe: die Bismarck, die Titanic …
    • Obstsorten: die Banane, die Ananas … (aber: der Apfel)
    • Motorräder: die Yamaha, die Harley-Davidson …
    • Zigaretten: die Lucky Strike, die Marlboro …
    • Cremes und Zahncremes: die Nivea, die Colgate …

    Neutral

    • Farben: das Gelb, das Rosa
    • Biersorten: das Löwenbräu, das Clausthaler …

    Tipp: Das Pronomen orientiert sich normalerweise am grammatischen Geschlecht des Wortes, nicht am natürlichen. Aber bei manchen Nomen, zum Beispiel bei „das Mädchen“, hört man in der gesprochenen Sprache auch manchmal die feminine Form:
    > Das Mädchen dort ist sehr hübsch.
    < Dann frag es/sie doch, ob es/sie mit dir tanzen will.

     


     

     

    Mehr Übungen zu deutscher Rechtschreibung, Grammatik und mehr finden Sie unter Deutsch üben.

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