Müll macht Musik

    Leicht
    Dominik Sedlmayr von do.se Instruments
    Von Claudia May

    Herr Sedlmayr, warum konstruieren Sie Instrumente aus alten Dosen und der Ölkanister, -≈ kleiner Container für ÖlÖlkanistern?
    Ich habe vor ein paar Jahren in einer Fernseh-Reportage gesehen, wie Afrikaner aus Müll Instrumente machen. Eine tolle Sache! Das wollte ich selbst auch versuchen. Natürlich waren meine ersten Instrumente eine ziemliche Katastrophe. Ich musste zuerst viel lernen und meine eigenen Methoden finden. Aber dann hat es funktioniert.

    Welche Instrumente konstruieren Sie?
    Ich mache Gitarren, Banjos, Mandolinen, Bässe und auch Ukulelen. Als der Klangkörper, -Teil von einem Instrument: ≈ Er ist innen leer und hilft so, den Klang stärker zu machen. (der Klang, Klänge: schöner Laut; der Laut, -e: Einen Laut kann man hören.)Klangkörper nehme ich immer eine die Blechdose, -nDose aus dünnem MetallBlechdose. Für eine Ukulele sind zum Beispiel die die Keksdose, -n≈ Dose für kleine, sehr dünne, meistens harte KuchenKeksdosen von Ikea toll. Bei einer Gitarre ist ein Ölkanister gut. Für das das Griffbrett, -er≈ langes, dünnes Stück an einem Saiteninstrument: Darüber sind stabil die Saiten gemacht. (die Saite, -n: langes, sehr dünnes Stück an einem Musikin­strument: ≈ Es macht einen Laut, wenn man mit dem Finger darüber geht; der Griff, -e: von: greifen)Griffbrett nehme ich Holz. Bei den der Bund, Bündehier: dünnes Stück: ≈ Es ist an einer speziellen Position auf dem Griffbrett.Bünden muss ich dann aufpassen: Da darf man keinen Millimeter daneben liegengemeint ist hier: an die falsche Position machendaneben liegen. Sonst hört sich alles falsch an, weil die Intonation nicht stimmt.
     


    Wer kauft Ihre Instrumente?
    Viele kaufen sie als Geschenk für andere. Zum Beispiel für einen Musiker, der schon viele „normale“ Instrumente hat. Oft gibt es auch sehr spezielle Wünsche von Kunden. So habe ich schon eine Gitarre konstruiert, die als der Saitenaufhänger, -≈ Ding am Ende vom GriffbrettSaitenaufhänger einen der Pfannenwender, -Ding zum Braten: Damit legt man z. B. ein Stück Fleisch in der Pfanne auf die andere Seite. (die Pfanne, -n: ≈ nicht tiefer Topf)Pfannenwender hat. Denn ein wichtiges Hobby des Musikers ist Kochen. Sehr oft nehme ich als Saitenaufhänger auch zwei Gabeln. Der Pfannenwender und auch die Gabeln auf der Gitarre sind nicht nur lustig, sondern auch funktional. Das ist mir wichtig. Ich mache Instrumente, auf denen man wirklich spielen kann, keine Dekoration für das Wohnzimmer. Und: Sie hören sich alle wirklich gut an.

     

    Mehr über Do.Se Instruments

    Mehr über Dominik Sedlmayrs Projekt finden Sie auf der Facebookseite von Do.Se Instruments.

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