Die Sprache der Küche

    Mittel
    Keksausstecher
    Von Claudia May

    A

    Ausstechform, die

    Wichtig zur Weihnachtszeit. Damit kann man seinen das Plätzchen, -Süßes, das man speziell für Weihnachten backtPlätzchen eine bestimmte (-r/-s)spezielle (-r/-s)bestimmte Form geben – vom Feuerwehrauto bis zum klassischen Weihnachtsbaum.
     

    B

    Besteck, das

    Messer, Gabel, Löffel: Ohne Besteck ist es schwer, zu essen. Es gibt nur wenige Gerichte, wie zum Beispiel Hähnchen, die in Deutschland mit den Fingern gegessen werden dürfen.
     

    C

    Cerankochfeld, das

    Ceran ist der Markenname der Schott AG in Mainz (Hessen) für die Kochfläche, -nKochstelle am HerdKochflächen aus Glaskeramik. Man findet dieses spezielle Material auf fast allen Küchenherden in Deutschland. Es kann viel die Hitze≈ sehr hohe TemperaturenHitze vertragenhier: ≈ kein Problem sein fürvertragen, aber auch relativ leicht kaputtgehen. Deshalb: Nie einen schweren Topf auf ein Cerankochfeld fallen lassen.
     

    D

    dünsten

    Spezielle Technik beim Kochen: Ein rohes Lebensmittel wird ohne oder nur mit sehr wenig die Flüssigkeit, -enhier: Wasser mit GewürzenFlüssigkeit gekocht. Oft liest man auch die Variante andünsten. Dies bedeutet: nur kurz dünsten.
     

    E

    Einmachglas, das

    Spezielles Glas, in das man konservierte Lebensmittel legt. Im Osten Deutschlands wird es auch Einweckglas genannt.
     

    F

    Fleischwolf, der

    Ist kein gefährliches Tier, sondern ein Küchengerät. Man tut Fleisch hinein und bekommt dann eine weiche die Masse, -nhier: ≈ weiche Substanz aus FleischMasse – zum Beispiel für die Frikadelle, -nflache, runde, gebratene Mischung aus Fleisch, Zwiebeln und EiFrikadellen.
     

     

    G

    Gefrierbeutel, der

    Tüte aus Plastik, um Essen einfrierenLebensmittel bei sehr niedriger Temperatur konserviereneinzufrieren. Kleiner Bruder der die Tupperdose, -nDose zum Aufbewahren von der Firma Tupperware (aufbewahren: lagern)Tupperdose.
     

    H

    Handmixer, der

    Bester Freund aller Pudding-Fans. Mit sehr viel die Umdrehung, -en≈ sich einmal im Kreis um sich selbst bewegenUmdrehungen macht er Sahne festhier: ≈ stabilfest und Kuchender Teig, -eweiche Mischung, z. B. aus Mehl, Wasser oder Milch, Ei, Salz und/oder Zuckerteig homogen. Achtung: Lange Haare und ein Handmixer vertragen sich nicht. Nach nur wenigen Umdrehungen sind Koch oder Köchin im schlimmsten Fall skalpierendie Kopfhaut vom Kopf wegmachenskalpiert.
     

    Pudding
     

    I

    Induktionskochfeld, das

    Spezielle Technik in einem Kochfeld, bei der sich Magnete sehr effizientso, dass es Sinn macht und eine Hilfe isteffizient um die Wärme kümmern. Damit das Kochen mit Induktion funktioniert, braucht man spezielles Kochgeschirr: Ist auf der Unterseite eines Topfes das Symbol einer Spirale, ist Induktion akzeptiert.
     

    J

    japanische Messer, das

    beliebtpopulärBeliebtes Weihnachtsgeschenk für männliche Hobbyköche. Schärfere und teurere Messer gibt es kaum. Wichtig: Im höchsten Regal der Küche aufbewahren, sodass (kleine) Kinder auch mit einer kreativen Stuhlpyramide nicht an sie herankommen. Und: japanische Messer nie (wirklich nie!) in den der Geschirrspüler, -kurz für: GeschirrspülmaschineGeschirrspüler tun.
     

     

    K

    Kelle, die

    Braucht man für Suppen, um sie aus dem Topf zu bekommen. Deshalb wird sie auch Suppenkelle genannt. Ein anderes Wort ist Schöpflöffel.
     

    L

    lauwarm

    Lieblingstemperatur von die Hefehelle Substanz, die man beim Backen verwendet, damit z. B. die Kuchenmischung größer wirdHefe. Etwas ist nicht warm, aber auch nicht kalt. An dieser Definition merkt man schnell: Eine leckere Kartoffelsuppe sollte im Herbst niemand lauwarm servieren.
     

    M

    Messerspitze, die

    Es ist genau die kleine Dosis eines Gewürzes gemeint, die auf die flache Seite einer die Messerspitze, -nhier: vorderster Teil des MessersMesserspitze passt.
     

    N

    Nachtisch, der

    Ein anderes Wort für Dessert. Wie der Name schon sagt, kommt der Nachtisch nach allen anderen Gerichten. Zum Ärger vieler Kinder: Sie hätten ihn lieber zuerst.
     

    O

    Ofen, der

    Eine die Vorrichtung, -enKonstruktionVorrichtung, die Wärme produzierenherstellenproduziert. Zum Beispiel mithilfe von Holz. Kochen tun auf diesen Original-Öfen nur noch sehr wenige Menschen in Deutschland. Bekannter ist der (elektrische) Backofen, der meistens Teil des Herdes ist. Darin wird Kuchen, Brot oder Pizza gemacht.
     

    P

    pürieren

    Lebensmittel so klein machen, dass sie zu Püree werden. Beliebte Form der Nahrung bei Babys und kleinen Kindern.
     

    Q

    Quirl, der

    Ding, das man zum Mischen braucht. Es sieht aus wie ein Stab mit einem kleinen Ventilator. Das Verb dazu („etwas mit einem Quirl mischen“) ist quirlen oder auch verquirlen.
     

    R

    Röstaroma, das

    Gern benutzt als elegante Erklärung für die Tatsache, dass ein Gericht anbrennenzu viel Hitze bekommen und dadurch schwarz werdenangebrannt ist (und leider auch so schmeckt!). Nur wenige Lebensmittel sollen nämlich wirklich Röstaromen bekommen – Kaffee zum Beispiel. Auch bei Zwiebeln ist es meistens okay.
     

    S

    schälen

    Die die Schale, -nhier: dünner Teil außen von Gemüse oder FrüchtenSchale von Gemüse oder Obst wegmachen. Deutsche benutzen dafür gern ein spezielles Gerät, einen Sparschäler.
     


    geschälter Apfel
     

    T

    Thermomix, der

    Für viele Deutsche der Gott unter den Küchenmaschinen. Andere finden das Gerät der Firma Vorwerk, das eigentlich alles kann außer sprechen, komplett überflüssignicht nötigüberflüssig. Zusammengefasst ist der Thermomix so ähnlich wie der Vertrag mit einem Fitnessstudio: Nutzt man ihn intensiv, war er eine gute Investition. Wenn nicht, war der Kauf eine ziemlich dumme Idee. Als Statussymbol zu gebrauchen seinzu benutzen seinist das teure Gerät natürlich immer noch zu gebrauchen seinzu benutzen seinzu gebrauchen.
     

    Ü

    überbacken

    Wichtigste Vokabel für Lasagne: Man tut Käse oben drauf, der dann im Backofen weich wird. Man überbackt also das fantastische italienische Gericht mit Käse.
     

    V

    versalzen

    Ein Adjektiv dafür, dass zu viel Salz in einem Gericht ist. Es gibt verschiedene Manöver, die in dem Fall helfen können: Zum Beispiel eine Kartoffel mitkochen oder etwas der Honig, -egelbe oder braune süße Substanz, die Insekten herstellenHonig in das Essen tun. Eine sehr sichere Variante, um seine Gäste nicht zu verlieren: alles noch einmal neu kochen.
     

    W

    Waffeleisen, das

    Küchengerät, mit dem man Waffeln oder die Oblate, -nrundes, sehr dünnes Gebackenes aus Mehl und WasserOblaten macht.  
     

    Z

    zubereiten

    Speisen herstellen. Inklusive schälen, dünsten, kochen, und allem, was man sonst noch machen muss, bis das Essen fertig auf dem Tisch steht. Dann heißt es: guten Appetit!

     

     

    Was Deutschland isst

    In Deutsch perfekt 12/18 finden Sie eine längere Version unseres Küchen-ABCs – und viele interessante Texte über die Esskultur in Deutschland. Sie können das Heft oder E-Paper in unserem Shop kaufen.

    DP Cover

     

    Werbung
    <
    >