Dopamin für Ihr Deutsch

    Mittel
    Illustration

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    Mit dem Audio-Player können Sie sich den Text anhören. Darunter finden Sie das Transkript.

    Transkript: Gut gemacht!

    Was ist der Effekt von Sprachlernapps, und wie kann man das psychologisch erklären? Hören Sie dazu ein paar Wörter, und wiederholen Sie sie nach dem Signal!

    am Handy hängen
    Sind Sie die ganze Zeit mit dem Handy beschäftigt? Dann können sich andere alltagssprachlich so über Sie beschweren: Du hängst ja die ganze Zeit am Handy!

    süchtig
    Wer süchtig ist, braucht eine Substanz oder eine Aktivität immer wieder, zum Beispiel Alkohol, Zucker oder Lotteriespiele.

    das Gehirn
    Mit diesem Organ im Kopf denkt und fühlt man.

    die Belohnung
    Dieses kleine Geschenk soll anderen mitteilen: „Das hast du gut gemacht!“ Kinder bekommen für erledigte Aufgaben manchmal eine Belohnung.

    eher
    Dieses Wort bedeutet so viel wie mehr. Man benutzt es oft im Kontrast, zum Beispiel: Das ist eher eine Strafe als eine Belohnung.

    verbissen
    Ja, man kann auch zu viel Motivation haben! Verbissene Lerner sind etwas zu energisch. Sie vergessen dabei, wie viel Freude das Lernen eigentlich bringen kann.

    Rita ist bei ihrem Neffen Leo in der Scheinwerferstraße 7 eingeladen. Hören Sie den Dialog!

    > Okay, Lieblingstante. Erzähl endlich, was los ist. Dein Gesicht sagt ja schon einiges.
    < Ach, es geht um Fede! Er hat sich vor ein paar Tagen bei „Wer wird Millionär?“ angemeldet. Und jetzt hängt er nur noch am Handy und spielt die ganze Zeit Quiz-Apps. Ich konnte ihm nicht einmal erzählen, dass mein Chef mir ein paar Tage Sonderurlaub geschenkt hat und Fede und ich zusammen verreisen können. Der ist richtig süchtig.
    > Oh ja, das ist bei diesen Apps meistens so. Ich hatte darüber ein Seminar im Psychologie-Studium. Jedes Mal, wenn du bei den Apps eine Frage richtig beantwortest, darf sich dein Gehirn über ein kleines bisschen Dopamin freuen. Das ist ein Hormon, das dir ganz kurz ein gutes Gefühl gibt. Es ist sozusagen das „Belohnungs-Hormon“. Aber unser Gehirn kriegt davon einfach nicht genug. Deshalb hängen wir permanent an diesen Apps, um immer wieder kleine Portionen Dopamin zu bekommen. Aber wirklich glücklich macht uns das natürlich nicht.
    < Ja, genau das merke ich auch. Fede sieht gerade nämlich nicht sehr glücklich aus. Eher verbissen.
    > Lernst du nicht Italienisch mit so einer App?
    < Ja, aber das ist doch etwas anderes. Das habe ich Fede auch immer wieder gesagt.
    > Sorry, Tantchen. So anders ist das aber nicht. Diese Sprachlern-Apps sind auch so programmiert, dass du das Gefühl kriegst, besonders toll zu sein, wenn du deine Vokabel des Tages gelernt hast. Aber wirklich effektiv ist es ja nur, wenn du das Wort dann auch im Alltag verwendest. Ich meine, hast du das Gefühl, du kannst wirklich Italienisch sprechen?
    < Hm, mica tanto … Das heißt „nicht so sehr“. So viel weiß ich wenigstens.

     

    Transkript: Hörverstehen

    Haben Sie das Gespräch zur Psychologie des Spielens gut verstanden? Dann hören Sie jetzt zwei falsche Aussagen dazu. Korrigieren Sie die Aussagen nach dem Signal!

    1. Leo meint, Videospiele geben einem nicht wirklich das Gefühl einer Belohnung.
    2. Für Rita sieht Federico beim Spielen mit der App etwas zu manisch aus.