Die Unbeugsamen

    Mittel
    Deutsch perfekt Audio 13/2026
     Aenne Brauksiepe (CDU) spricht vor den Parteimitgliedern
    © Majestic/KAS_Peter Bouserath

    Transkript: Die Unbeugsamen

    Still fängt er an. Torsten Körners Film braucht keine laute Musik und keine Action-Szenen. Sein Thema ist dramatisch genug. Allein die Fakten erzählen eine spạnnendinteressantspannende Geschichte. Es ist die Geschichte der Frauen in der deutschen Politik der Bonner Republik, also in den 40er- bis 90er-Jahren. 

    Der Dokumentarfilm Die Unbeugsamen beschreibt seine Protagonistinnen perfekt: Der Film erzählt von Frauen, die mutig und stark in Deutschland für ihre die Rẹchte (Pl.)hier: Chancen und Möglichkeiten, die Menschen habenRechte gekämpft haben. 

    Der Film hat keinen Erzähler und keine Erzählerin. Die Interviews mit den früheren Politikerinnen und alte Fotos und Videos erzählen die Geschichte selbst. Der der Regisseur, -e (franz.) Chef bei einer FilmproduktionRegisseur kritisiert nicht direkt. Er zeigt der Fạkt / das Fạktum, FạktenSache, die Wirklichkeit ist; hier: InformationFakten, die für sich sprechen. Sexismus, Misogynie, der Übergriff, -ehier: ≈ sexuelle AttackeÜbergriffe – der Alltag für Frauen. 

    Aber der Film heißt nicht ohne Grund Die Unbeugsamen. Unbeugsam sind Menschen, die sich trotz der Drụckhier: psychischer StressDruck nicht ändern. Sie lassen sich nicht stoppen. Diese Frauen sind unbeugsam, weil sie bei ihren Meinungen und Zielen bleiben, auch wenn es schwierig ist. Da ist zum Beispiel ein bekanntes das Zitat, -eWorte, die jemand gesagt oder geschrieben hatZitat des früheren Bundeskanzlers Konrad Adenauer aus dem Jahr 1961. Als unbeugsame Frauen von ihm fọrdernsagen, dass man … willforderten, eine Frau zu einer Ministerin zu machen, sagte er: „Ich kann doch nicht mit einem Kühlschrank zusammenarbeiten.“ Wenige Tage später wurde Elisabeth Schwarzhaupt die erste Gesundheitsministerin. Da ist die Unsicherheit der Männer, wie sie die neue Ministerin jetzt ạnsprechenhier: mit einem bestimmten Titel zu jemandem sprechenansprechen sollen: Frau Minister? Oder etwa Frau Ministerin? Unbeugsam antwortet die Ministerin, sạchlichruhig und ohne starke Gefühlesachlich und freundlich: Die deutsche Sprache hat zwei Formen, männlich und weiblich. Ich bin Frau Ministerin. Mit Beispielen wie diesen erzählt der Film ruhig, wie laut Frauen kämpfen mussten. So wird der Film nicht nur zu einer Erinnerung an starke Politikerinnen, sondern auch zu einem wichtigen Blick auf die deutsche Gesellschaft.

     

    Trailer

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