"Scheiße-Sagen finde ich langweilig" SCHWER
22.02.2010
Nicht nur in Norddeutschland sind die drei Hamburger Rapper von Fettes
Brot Kult. Ein Interview mit Bandmitglied Björn Beton – über Hip-Hop
auf Deutsch, den Sinn von Castingshows, langweilige Gangster-Rapper und
das Leben als Hip-Hopper mit Kind.
Schon mit zehn haben mich Rap und Hip-Hop begeistert. Die Musik war wild und laut. Ich fand die rebellische und antirassistische Haltung interessant. Ich wollte solche Musik machen, konnte aber kein Instrument spielen und mein Englisch war schlecht. Mein Gefühl sagte mir aber, jeder kann das, egal aus welcher Schicht er kommt.
Wieso rappen Sie auf Deutsch?
Überall auf der Welt machen die Leute Hip-Hop in ihrer eigenen Sprache und mit ihren eigenen Themen. Auf Deutsch können wir am besten ausdrücken, was wir wollen.
Sie singen in einem Lied: „Wir sind nicht Schuld am Untergang des deutschen Hip-Hop!“ Ist der deutsche Hip-Hop nicht mehr aktuell?
Der deutsche Hip-Hop ist in der Musikkultur und Gesellschaft angekommen. Einige Berliner Rap-Künstler haben ihm noch eine neue Richtung gegeben. Sie bedienen ein bestimmtes Gangster-Genre. Ich persönlich finde das nicht besonders progressiv. Aber für viele Leute ist Scheiße-Sagen besonders aggressiv oder aufrührerisch. Für mich ist es eher langweilig, solche Texte zu schreiben.
Lesen Sie weiter in Heft 3/2010 von Deutsch perfekt!
sehr harte Bausubstanz
unterste soziale Klasse
hier: gut gefallen
rebellisch = hier: den gesellschaftlichen Normen widersprechend
hier: ≈ Meinung, Überzeugung
hier: sagen
von untergehen = hier: aufhören zu existieren, zu Ende gehen
hier: ≈ zeigen
franz. hier: ≈ Kategorie
≈ sehr provozierend
hier: ≈ mehr













