Präsident oder Präsidentin? SCHWER
Am 23. Mai wird der höchste Repräsentant Deutschlands gewählt: der Bundespräsident. Wir stellen die drei Kandidaten vor: den aktuellen Präsidenten Horst Köhler, die Politik-Professorin Gesine Schwan und den Schauspieler Peter Sodann.
„Es gibt die Tendenz, mich persönlich unsympathisch zu machen“, beschwerte sich die Kandidatin. Das findet sie unfair. Einen männlichen Kandidaten für das Amt des Bundespräsidenten nenne niemand „machtgeil“ oder „ehrgeizig“. „Aber bei einer Frau ist das wohl anders.“ Das sagte Gesine Schwan im Februar der Süddeutschen Zeitung. Schwan ist Professorin für Politik. Schon zum zweiten Mal kandidiert sie für die SPD für das Amt des Bundespräsidenten. Ihr Konkurrent: Horst Köhler (CDU) – er gewann vor fünf Jahren die Wahl zum Bundespräsidenten gegen die Sozialdemokratin.
Der Bundespräsident ist das Staatsoberhaupt der Bundesrepublik Deutschland, obwohl er politisch nicht viel zu entscheiden hat: Als „lebendiges Symbol des Staates“ repräsentiert er Deutschland – politisch soll er neutral sein. Der Präsident soll moderieren, motivieren und integrieren. Seit 1949 gab es in Deutschland neun Bundespräsidenten. Drei von ihnen waren zwei Legislaturperioden lang im Amt. Mehr als eine Wiederwahl ist nicht erlaubt. Wenn Horst Köhler im Mai wiedergewählt wird, wäre er der vierte Bundespräsident mit zwei Amtsperioden.
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