München – Millionenstadt mit Alpenblick MITTEL
Keine andere deutsche Metropole liegt so schön wie München. Das ist nur einer von vielen Gründen, warum die bayerische Landeshauptstadt einer der populärsten, aber auch einer der teuersten Orte Deutschlands ist. Wir waren in der Stadt unterwegs – von weit oben bis tief unten.
Schon nach wenigen Stufen wirken die Alpen zum Greifen nah. Der Wind bläst. Gut festhalten, das ist das Wichtigste. Alle greifen an die Metallseile links und rechts. Jetzt nur keine falsche Bewegung machen. „Wir gehen nur spazieren, nicht klettern“", hatte Heiko Haupt vorher gesagt. Aber es fühlt sich an wie Klettern – zum Glück. Denn der Karabinerhaken und das Sicherungsseil beruhigen die Nerven. Aber eigentlich sind weder Seil noch Karabiner nötig: Auf dem Dach des Olympiastadions kann man wirklich spazieren gehen, bei fast jedem Wetter. Nur bei Regen, Schnee und ab Windstärke sechs findet die Tour nicht statt.
Höhenangst sollte man aber nicht haben. Denn das 75 000 Quadratmeter große Dach ist durchsichtig. 8300 Plexiglasplatten sind auf Stahlseilen montiert. Egal wohin man sieht: Der Blick geht immer auch nach unten, auf die grünen Sitze im Stadion. Vorne sind die Alpen zu sehen, links die Türme der Frauenkirche und das neue Fußballstadion, die Allianz-Arena. Rechts, durch das Dach hindurch, ist der Münchner Norden zu sehen, wo einige der wenigen Hochhäuser der Stadt stehen. Am höchsten Punkt der Tour ist der Rasen im Stadion 50 Meter weit unter den Spaziergängern. Wer will, kann noch ein Stück weiter hinaufsteigen: Steil nach oben auf eine der glitzernden Spitzen des Dachs.
Lesen Sie weiter in Heft 8/2009 von Deutsch perfekt! Und hören Sie einen Text über München-Klischees unter Lesen & Hören.












