Inspiration im Engadin MITTEL
So einen hatten die Bergbauern noch nicht gesehen. Einen so feinen Herrn aus der Großstadt, der auch bei Sonnenschein mit rotem Regenschirm spazieren geht. Der immer allein ist. Der wenig spricht, aber so viel sieht und schreibt. Ein Professor aus Basel, erzählen sich die Leute, als Friedrich Nietzsche im Sommer 1881 zum ersten Mal nach Sils Maria kommt. Schlimme Kopfschmerzen haben ihn in die Höhe getrieben. Fast 2000 Meter über dem Meer geht es ihm besser. Er fühlt sich frei auf dem Dach Europas. „Im Engadin ist mir bei Weitem am wohlsten auf Erden“, schreibt er. „Es kann gar nicht still und hoch und einsam genug um mich sein.“
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