Glaube und Religion SCHWER
Zu Weihnachten werden die Kirchen in Deutschland wieder voll sein – ganz anders als sonst. Sind die Deutschen eigentlich ein wenig religiöses Volk? Wenn sie aber doch glauben, woran glauben sie dann? Barbara Kerbel hat nach Antworten auf schwierige Fragen gesucht.
Weil sie an Gott glaubt, fühlt sich Hannah Birken nie allein. „Man hat immer noch einen Freund mehr dabei“, sagt sie. Birken ist römisch-katholisch, ihre Religion ist in ihrem Leben immer präsent. „Der Glaube prägt das Leben in allen Situationen.“ Sie betet täglich, besucht jeden Sonntag die Heilige Messe, liest in der Bibel. Die 20-Jährige will die Religion auch zu ihrem Beruf machen: In Köln studiert sie katholische Theologie und Latein, dazu Philosophie und Griechisch. „Der Glaube ist für mich mehr als ein Gefühl“, sagt sie.
Die Studentin ist in einer gläubigen Familie in Aachen (Nordrhein-Westfalen) aufgewachsen, die Religion ist seit ihrer Kindheit ein Teil ihres Lebens. Als Jugendliche ging sie zur Jugendgruppe ihrer Kirchengemeinde, im Bibelkreis diskutierte sie mit anderen jungen Christen über die strengen Regeln der katholischen Kirche.
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