Gayle Tufts: "Deutschland is a lot of Spaß!" SCHWER
27.06.2011
Gayle Tufts ist die wahrscheinlich bekannteste in Deutschland lebende Amerikanerin. In ihren „Dinglisch“-Programmen singt, tanzt und spielt die Entertainerin vor großem Publikum. Mit Marcel Burkhardt hat sie über Deutschland, ihr Leben in Berlin und ihre aktuelle Arbeit gesprochen.
Was sagt Ihnen das Wort „Ulknudel“?Als ich das zum ersten Mal gehört habe, dachte ich, das sei etwas zu essen, ein Knödel (lacht). Kritiker nennen mich gern eine Ulknudel. Ich finde, das ist eigentlich ein Kompliment. Meine Vorbilder Bette Midler, Barbra Streisand oder Liza Minelli sind auch Ulknudeln.
Fühlen Sie sich damit ausreichend charakterisiert?
Nein, es ist ein bisschen von oben herab. Für die Deutschen ist es aber auch schwer, mit einer Frau umzugehen, die witzig ist. Da wird man schnell eine Ulknudel. Dabei mache ich a serious business. Als Entertainer muss ich mein Handwerk genauso gut beherrschen wie ein Opernsänger.
In Showprogrammen lassen Sie Englisch und Deutsch perfekt ineinanderfließen. Wie spontan ist das?
Teils ist es spontan, vieles habe ich aber so geschrieben und gelernt. Wichtig ist, dass die Pointe auf Deutsch kommt, weil ich natürlich so viele Leute wie möglich erreichen möchte. Auf der anderen Seite: Wenn ich meine Mutter nachspiele, ernst schaue und rufe „You kids be quiet“, dann versteht das jeder.
Lesen Sie weiter in Heft 7/2011 von Deutsch perfekt!
Frau, die Spaß macht; Komödiantin
südd., österr.: Kloß
hier: Künstlerin, die ein positives Beispiel ist
so, dass man sich für besser als andere hält
umgehen mit = hier: richtig reagieren auf
umgehen mit = hier: richtig reagieren auf
sein Handwerk beherrschen = in seinem Beruf sehr gut sein
sein Handwerk beherrschen = in seinem Beruf sehr gut sein
≈ zusammenkommen, eins werden
hier: manchmal
franz. überraschender Schluss einer Geschichte oder eines Witzes
nachspielen = imitieren












