Basel – eine Stadt, drei Länder MITTEL
Basel liegt in der Schweiz, hat aber drei Fernbahnhöfe: einen schweizerischen, einen deutschen und einen französischen. Nicht nur bei der Bahn können die Menschen aus der Region zwischen drei Ländern wählen. Auch sonst nehmen die Basler im Alltag einfach aus jedem Land das Beste, was es zu bieten hat.
Die Französin Agnès Bartringer braucht zu Fuß keine fünf Minuten von ihrer Haustür zum Schweizer Grenzübergang. Und wenn die 56-Jährige an ihrem Wohnort im französischen Saint-Louis aufs Fahrrad steigt und kräftig in die Pedale tritt, ist sie in derselben Zeit an der deutschen Grenze. Diese Strecken sind in ihrem Alltag so selbstverständlich wie Arbeiten, Einkaufen oder essen gehen.
Agnès Bartringer arbeitet seit zehn Jahren als Serviceangestellte in einem Gourmet-Restaurant in Basel. An freien Abenden fährt sie gern nach Weil am Rhein in Süddeutschland und isst im Restaurant eines Freundes. Ihre Einkäufe erledigt sie je nach Lust und Angebot in einem der drei Länder, in denen sie sich bewegt. Aufs Geld achtet sie dabei nicht immer. Käse zum Beispiel wäre in Deutschland billiger als in der Schweiz, aber Agnès Bartringer sagt sich: „Es geht mir um die Qualität – und die Mischung für ein Käsefondue ist in der Schweiz besser als in Deutschland.“
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