Diskussion um Doping MITTEL
Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft (WM) in Berlin ist zu Ende. Die meisten Medaillen haben Sportler aus den USA gewonnen, das Team aus Jamaika kam auf Platz zwei. Auch der Deutsche Leichtathletik Verband (DLV) ist zufrieden: Die deutschen Sportler haben zwei Gold-, drei Silber- und vier Bronzemedaillen gewonnen.
Während der WM gab es immer wieder Diskussionen über Doping. Zwar gab es mit dem Marokkaner Jamal Chatbi und der Nigerianerin Amaka Ogoegbunam nur zwei Doping-Fälle, aber es gab viele Kontrollen. Fünf jamaikanische Sportler durften wegen Doping-Verdachts nicht starten.
Als Protest gegen Doping verteilte der Verein Doping-Opfer-Hilfe im Olympiastadion 20 000 Brillen aus Papier an die WM-Besucher. Die Brillen sollten symbolisieren, dass niemand die Augen vor Doping verschließen darf. Der Verein unterstützt Opfer des Dopingsystems in der früheren Deutschen Demokratischen Republik (DDR). In der DDR befahl der Staat, alle Sportler zu dopen. Viele DDR-Sportler bekamen schon als Kinder Doping – ohne ihr Wissen. Manche von ihnen sind deshalb noch heute sehr krank.
Für den Kampf gegen Doping gibt es einen Preis vom Verein Doping-Opfer-Hilfe: die Heidi-Krieger-Medaille. Sie wurde während der WM vergeben. In diesem Jahr bekamen Johanna Sperling, Henner Misersky und Hansjörg Kofink in Berlin eine Medaille. Die drei früheren DDR-Trainer hatten ihre Sportler nicht gedopt, obwohl sie deshalb Ärger mit dem Staat bekamen. Eine weitere Medaille ging an den Mainzer Apotheker Horst Klehr. Er hatte beim DLV gegen Doping protestiert.
















