Deutschland hat gewählt MITTEL
Deutschland hat am Sonntag ein neues Parlament gewählt. Die große Koalition aus CDU/CSU und SPD ist zu Ende. In den nächsten vier Jahren werden die CDU/CSU zusammen mit der FDP regieren. Zwar hat die CDU mit 33,8 Prozent im Vergleich zur letzten Bundestagswahl 1,4 Prozentpunkte verloren, aber sie bleibt stärkste Partei. Mit einem Plus von 4,8 Prozent ist die FDP die große Gewinnerin der Wahl. Mit 14,6 Prozent erreicht sie ihr bestes Ergebnis seit der Gründung der Bundesrepublik.
Die Koalition aus CDU/CSU und FDP bekommt also 332 von 622 Sitzen. Schon jetzt ist sicher: Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle wird Außenminister, Angela Merkel bleibt Kanzlerin. Über die weiteren Minister werden CDU/CSU und FDP dann in den nächsten Wochen diskutieren.
Linke stärker als die Grünen
Die großen Verlierer der Bundestagswahl sind die Sozialdemokraten. Die SPD verlor 11,2 Prozent und kommt damit nur noch auf ein Ergebnis von 23 Prozent. Das ist ihr schlechtestes Ergebnis seit 1949. Von diesem Stimmenverlust der SPD profitierte auch die Linke. Sie gewann 3,2 Prozent dazu und kommt jetzt auf 11,9 Prozent. Damit ist sie viertstärkste Partei noch vor den Grünen. Die erreichten mit 10,7 Prozent aber auch ihr bestes Ergebnis. Die Wahlbeteiligung ist auch in diesem Jahr noch weiter zurückgegangen. Nur 70,8 Prozent der Wahlberechtigten haben gewählt.
Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Brandenburg
Am Sonntag gab es auch in zwei deutschen Bundesländern eine Wahl. In Schleswig-Holstein und in Brandenburg wurde ein neues Landesparlament gewählt. In Schleswig-Holstein haben SPD und CDU Stimmen verloren. Mit 31,5 Prozent bleibt die CDU trotzdem stärkste Partei. Ob es aber wieder für eine schwarz-gelbe Mehrheit reichen wird, steht noch nicht fest.
In Brandenburg aber war das Wahlergebnis deutlich anders als bei der Bundestagswahl. Dort konnte die SPD mit ihrem Vorsitzenden Matthias Platzeck ihr Ergebnis von der letzten Wahl noch verbessern und bleibt mit 33 Prozent stärkste Partei. Die CDU wurde in Brandenburg mit 19,8 Prozent nur drittstärkste Partei. Die Linke bekam 27,2 Prozent der Stimmen.
















