USA: Deutsche bekommen Asyl MITTEL
Ihr Konflikt mit den deutschen Behörden hat ein vorläufiges Ende: Eine deutsche Familie, die 2008 in die USA geflohen ist, hat dort jetzt politisches Asyl bekommen. Die Eltern sind mit ihren fünf Kindern aus Deutschland weggegangen, weil sie ihre Kinder selbst zu Hause unterrichten wollen. In Deutschland gilt aber die Schulpflicht: Jedes Kind muss mindestens neun Jahre lang die Schule besuchen.
Die Familie kommt aus Bissingen in Baden-Württemberg. Dort waren die ältesten drei Kinder der Familie in der Grundschule. Im September 2006 hat der Vater die drei aus der Schule genommen – aus religiösen Gründen, wie er sagte. Er wollte seine Kinder selbst unterrichten. Aber das ist in Deutschland verboten. Der Konflikt mit den Behörden begann. Polizisten brachten die Kinder wieder zur Schule. 2008 ist die Familie schließlich in die USA gezogen. Dort dürfen Eltern ihre Kinder zu Hause unterrichten.
Die Familie darf nun offiziell in den USA bleiben. Der Richter in Memphis (Tennessee), der den Asylantrag der Familie akzeptierte, kritisierte die Schulpflicht in Deutschland. Religiöse Minderheiten werden dadurch diskriminiert, meint der Richter.

















