„Döner-Morde“ ist Unwort des Jahres SCHWER
„Döner-Morde“ ist das Unwort des Jahres 2011. So nannten Polizei und Medien die Morde einer rechtsextremen Terrorgruppe. Die Neonazis haben in den letzten Jahren in Deutschland zehn Menschen umgebracht. „Döner“ ist ein türkisches Gericht, das es in Imbissen gibt. Hier ist damit aber die Herkunft der Opfer gemeint. Sie sind Migranten und kommen vor allem aus der Türkei. Aber nur zwei von ihnen haben wirklich in einem Döner-Imbiss gearbeitet. Deshalb kritisiert die Jury aus Sprachwissenschaftlern den Begriff „Döner-Morde“ als diskriminierend und stereotyp.
Seit 1991 wählt eine Jury jedes Jahr ein Wort aus der öffentlichen Diskussion der vorausgegangenen zwölf Monate, das sie als unreflektiert und inhuman bezeichnet. Für das Jahr 2011 kritisierte die Jury außerdem „Gutmensch“ und „Marktkonforme Demokratie“.
Mehr zu 20 Jahren Unwort des Jahres und 40 Jahren Wort des Jahres lesen Sie im aktuellen Heft von Deutsch perfekt.
















