Herta Müller auf Lesereise MITTEL
Zehn Jahre nach Günter Grass und fünf Jahren nach Elfriede Jelinek bekam 2009 eine weitere deutschsprachige Schriftstellerin den Nobelpreis für Literatur: Herta Müller. Bis Mitte der 80er-Jahre lebte die heute 56-jährige Autorin in Rumänien.
Ihr großes Thema sind die Verfolgung und Unterdrückung in ihrer Heimat. Als 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende war, wurden die Rumäniendeutschen zwischen 17 und 45 Jahren in sowjetische Arbeitslager gebracht. In ihrem aktuellen Roman „Atemschaukel“ erzählt Herta Müller von so einem Schicksal. Es ist eine Geschichte vom täglichen Überlebenskampf eines 17-Jährigen. Eine Geschichte über Angst, Hunger und Kälte. Fünf Jahre lang. Während der Vorbereitung sprach die Autorin mit mehreren Menschen aus ihrem Dorf, die so etwas erlebt hatten. „Ich wollte langsam essen, weil ich länger was von der Suppe haben wollte. Aber mein Hunger saß wie ein Hund vor dem Teller und fraß“, heißt es an einer Stelle.
Ab Januar ist die Nobelpreisträgerin in Österreich und Deutschland auf Lesereise. Die nächsten Termine:
12.1. Linz
13.1. Graz
14.1. Salzburg
20.1. Essen
21.1. Göttingen
Eine Übersicht über alle Termine gibt es auf der Webseite des Hanser Verlags. Ein langes Porträt der Schriftstellerin gibt es hier.
















