Christoph Schlingensief ist tot MITTEL
Der Film-, Theater- und Opernregisseur Christoph Schlingensief ist tot. Sein letztes Projekt, ein Operndorf in Burkina Faso mit Filmschule und Krankenhaus, konnte er nicht mehr beenden. Der Künstler ist am 21. August im Alter von 49 Jahren an Lungenkrebs gestorben.
Bekannt wurde Schlingensief durch seine provokanten Arbeiten. Er mischte Kunst mit Politik und arbeitete in verschiedenen Genres. Er machte Fernsehfilme aber auch Opern und Theaterstücke. Populär war auch seine Aktionskunst.
1998 gründete Schlingensief die Partei Chance 2000. Er nannte sie Partei der Arbeitslosen und von der Gesellschaft Ausgegrenzten. Der Höhepunkt dieser Aktion war die Einladung aller vier Millionen Arbeitslosen in Deutschland. Sie sollten in den Wolfgangsee in Österreich springen. Der See sollte überlaufen und so das Ferienhaus von Helmut Kohl, dem damaligen Kanzler, überfluten.
In den letzten drei Jahren hat Schlingensief seine Krankheit zum Thema seiner Kunst gemacht, wie in der Opern-Inszenierung Mea Culpa. Christoph Schlingensief wäre am 24. Oktober fünfzig Jahre alt geworden.
















