Zwetschgendatschi SCHWER
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Jede Jahreszeit hat ihre Besonderheit. Der Herbst ist die Zeit der Pflaumen und des Zwetschgendatschi. In Deutschland gibt es fast so viele Arten von Pflaumenkuchen wie Einwohner. Jede Familie hat ihr eigenes Rezept, und fast jede Region hat einen eigenen Namen für den Kuchen vom Blech.
In Augsburg soll der Zwetschgendatschi erfunden worden sein. Er gilt als kulinarische Spezialität der Stadt. „Datschiburg“ wird der Ort deshalb auch manchmal genannt. In Norddeutschland heißt der Zwetschgenkuchen Pflaumenkuchen, in Hessen und Rheinland-Pfalz Quetschekuche. Die Bayern nennen ihn Zwetschgendatschi. Nie käme ein Bayer auf die Idee, seine Zwetschgen als Pflaumen zu bezeichnen. Denn Zwetschgen sind nicht einfach nur Pflaumen. Die Zwetschge ist eine Unterart der Pflaume und unterscheidet sich vor allem durch ihre längliche Form von der runden Pflaume. Je später die Zwetschgen geerntet werden, umso reifer, süßer und besser sind sie für den Zwetschgendatschi.
Das Wort Datschi kommt vermutlich von dem süddeutschen Dialektwort „detschen“ oder „datschen“, was man mit „hineindrücken“ übersetzen kann. Die Zwetschgen werden nämlich in den Teig hineingedrückt. Andere sagen, dass Datschi von „Datsche“ kommt – dem Landhaus, in dem diese Kuchen früher gebacken wurden.
Traditionell wird der Kuchen auf Blechen gebacken. Runde Formen sind bei traditionsbewussten Kuchenessern verpönt. Hefe- oder Mürbeteig? Darüber streiten die Experten. Und auch darüber, wie der Kuchen serviert wird, gibt es viele Meinungen. Traditionalisten genießen ihn pur. Schließlich gab es früher auch keine Extras. Ganz anders in Frankfurt. Dort serviert man zum Quetschekuchen eine Kartoffelsuppe.
Auf der nächsten Seite steht das Rezept für Zwetschgendatschi.












