Steirisches Backhendl SCHWER
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Wann es zum ersten Mal auf einer Speisekarte stand, weiß heute niemand mehr genau. Aber Huhn war schon immer ein fester Bestandteil der kaiserlich-königlichen Küche. Zum Beispiel im Biedermeier, der Zeit zwischen 1815 und 1848.
Damals wurde es besonders gerne sonntags in der Familie gegessen. In der Biedermeier-Zeit achtete das Bürgertum sehr darauf, eigene Traditionen zu entwickeln und zu pflegen. So wurde in den Bürgerhäusern viel Musik gemacht. Auch eine gute Esskultur war wichtig. Das Backhendl gehörte dazu. Allerdings konnte sich nicht jeder das Gericht leisten. Denn frisches Hähnchenfleisch und Öl waren teuer. Angeblich kostete Hähnchenfleisch sogar mehr als Rinderfilet.
Heute ist der Preis nicht mehr das Problem – der Genuss scheitert höchstens am schlechten Gewissen wegen der vielen Kalorien. Denn ein Backhendl ist sehr fett. Aber gerade weil Fett den Geschmack verstärkt, schmeckt das Backhendl auch vielen Menschen besonders gut.
Aber nicht aus jedem Huhn wird ein leckeres Backhendl. Deshalb züchten einige Liebhaber in der Steiermark inzwischen wieder ein alte Rasse: das Sulmtaler Huhn. Diese Tiere, sagen Experten, schmecken besonders gut.
Restaurants servieren steirische Backhendl meistens in einem kleinen Korb, in dem die einzelnen Stücke liegen. Der Gast hebt sie dann nacheinander auf seinen Teller. Am besten schmeckt das Steirische Backhendl mit einem warmen Kartoffelsalat und Vogerlsalat mit steirischem Kürbiskernöl.
Auf der nächsten Seite steht das Rezept für Steirisches Backhendl.












