Kaiserschmarren SCHWER
Archiv
Nicht nur die Österreicher kennen Kaiserin Elisabeth, genannt Sissi (1837 - 1898), und Kaiser Franz Joseph I. (1830 - 1916) gut – auch fast jeder Deutsche weiß, wer die beiden waren. Millionen sahen die Sissi-Kinofilme, die die Kaiserin in den 1950er-Jahren zur Kultperson machten. Was nur wenige wissen: Sissi und ihr Ehemann spielten auch bei der Geburt eines Klassikers der österreichischen Küche eine wichtige Rolle.
Die beiden gingen oft in der Nähe von Bad Ischl im Salzkammergut auf die Jagd. Manchmal besuchte das Paar dabei ein Gasthaus mit Mühle, der Rettenbachmühle. Bei einem dieser Ausflüge sollen die Wirtsleute dem Kaiser einen Holzfällerschmarren serviert haben – ein einfaches Gericht aus Wasser, Mehl, Salz und Fett. Für den wichtigen Gast verfeinerten sie das Rezept aber mit guten Zutaten wie Milch, Rosinen und Eiern, so die Legende. So wurde aus dem Holzfällerschmarren ein Kaiserschmarren.
Es gibt aber auch andere Legenden. So soll der Kaiser besonders gerne Palatschinken gegessen haben. Die gelangen dem Koch aber nicht immer – manchmal waren sie zu dick oder sie zerrissen. Dann musste das Personal die kaputten Palatschinken essen. So „ein Schmarren“ war nichts für den Kaiser.
Wie der Kaiserschmarren wirklich entstanden ist, weiß heute keiner mehr so genau. Auch was traditionell dazu serviert wird, ist von Koch zu Koch verschieden. Bei manchem Küchenchef gibt es Zwetschgenröster, bei einem anderen Preiselbeer- oder Apfelkompott.
Auf der nächsten Seite steht das Rezept für Kaiserschmarren.













