Berlin – Hauptstadt mit großer Geschichte MITTEL
Berlin in Zahlen
Größe: 892 km2
Einwohner: 3,4 Millionen
Religion: acht Prozent römisch-katholisch, 16 Prozent evangelisch, sechs Prozent muslimisch, sieben Prozent andere, 63 Prozent konfessionslos
Von der geteilten Stadt zur Hauptstadt
Berlin ist die größte Stadt Deutschlands. Als einer der drei Stadtstaaten ist sie sowohl Bundesland als auch die Hauptstadt der Bundesrepublik. Hier sitzen das deutsche Parlament, der Bundestag, und die Bundesregierung.
Viele Jahre lang war Berlin eine geteilte Stadt. Nach dem Zweiten Weltkrieg teilten die Siegermächte USA, Großbritannien, Frankreich und die Sowjetunion Berlin in vier Sektoren. In den Jahren danach wurde Berlin zum Brennpunkt des Kalten Kriegs: Die Grenze zwischen der Bundesrepublik und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) ging mitten durch die Stadt. Als 1960 mehr als 200 000 Bürger aus der DDR nach West-Berlin flohen, schloss die DDR-Regierung die Grenze: Die Berliner Mauer wurde gebaut. 43 Kilometer Beton und Zaun trennten Ost- und Westberliner – 28 Jahre lang.
Am 9. November 1989, nach wochenlangen Protesten der Bevölkerung, öffnete die Staatsregierung der DDR die Grenze. Mit der Wiedervereinigung 1990 wurde Berlin wieder deutsche Hauptstadt. Im April 1999 zogen Parlament und Bundesregierung aus der alten Hauptstadt Bonn nach Berlin.
Seit dem Mauerfall erlebt die Stadt einen neuen Boom. Berlin ist heute
eine der populärsten Städte Europas. Viele Künstler und Musiker kommen
wegen der kreativen Atmosphäre nach Berlin. Auch bei Touristen aus dem
In- und Ausland ist die Stadt beliebt.












